Furniture X wächst: Vernetzung als Schlüssel zur digitalen Transformation der Möbelbranche
Am 3. Juni 2026 fand im Institut der deutschen Wirtschaft in Köln ein Treffen der Furniture-X-Initiative statt – mit den Initiatoren sowie einem erweiterten Kreis von Expertinnen und Experten. Zentrales Anliegen: das gezielte Brückenbauen zu verwandten Initiativen und Netzwerken, um die Interoperabilität über die gesamte Lieferkette hinweg zu sichern.
Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die Anbindung an andere X-Initiativen. So ist der TÜV Süd mit seiner Beteiligung an Chem-X und Factory-X als Verbindungsglied zur Prozessindustrie vertreten. Darüber hinaus wurde die Initiative „Wald 4.0", repräsentiert durch die RWTH Aachen, als weiterer Partner eingebunden. Auch der Klebstoffverband wurde als relevantes Netzwerk identifiziert, zu dem künftig ein engerer Austausch angestrebt wird – so wie bereits mit der Holzwerkstoff- und der Beschlagsindustrie erfolgreich praktiziert.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Treffens lag auf dem Thema „DPP 4.0", das Prof. Dieter Wegener (Siemens) in die Diskussion einbrachte. Dabei wurde deutlich: Um aus Digitalen Zwillingen von Möbeln mit semantischen ECLASS-IDs auch Digitale Produktpässe (DPPs) ableiten zu können, ist eine entscheidende Voraussetzung zu erfüllen – die Fähigkeit, proprietäre Informationsstrukturen und Terminologien von Zulieferern in die standardisierte Produktbeschreibungssprache ECLASS zu überführen. Diese Konvertierung soll künftig über einen „ECLASS Quality Service" ermöglicht werden und bildet damit eine zentrale Grundlage für die Informationsbeschaffung entlang der Möbellieferkette.
Furniture X setzt damit konsequent auf ECLASS als gemeinsame semantische Basis – und macht deutlich, dass der Digitale Produktpass nur dann sein volles Potenzial entfalten kann, wenn Branchenstandards, Netzwerke und Datenqualität zusammenwachsen.